Nico Drägert stößt zur Eintracht

20. November 2014 von Stephan Reitzig in Allgemein, Herren 1, Zweite Basketball-Bundesliga

RSV verpflichtet vor der Begegnung in Magdeburg zweitligaerfahrenen Center aus Ehingen

Der RSV Eintracht Teltow/Stahnsdorf/Kleinmachnow 1949 hat sich in dieser Woche unter den Körben verstärkt. Mit dem gebürtigen Berliner Nico Drägert (http://basketball.eurobasket.com/player/Nico_Draegert/Germany/Otto_Baskets_Magdeburg/147495) stößt ein 2,08 Meter großer und 115 Kilogramm schwerer klassischer Centerspieler zum Team. Zuletzt spielte Drägert auf zwei Stationen in der 2. Basketball-Bundesliga ProA, bei Erdgas Ehingen/Urspringschule und zuvor beim BBC Magdeburg.

Sein Handwerk in der Jugend lernte der 24-Jährige bei Alba Berlin, bevor es ihn nach Magdeburg zog. Zu Beginn dieser Saison heuerte Drägert in Ehingen an, fand dort aber nicht in seinen Rhythmus. „Das ebnete nun den Weg für die Gespräche mit uns und seine Rückkehr in die Heimat“, sagt RSV-Peter Günschel. „Nico ist ein echter Innenspieler, der nicht nur groß ist, sondern auch physisch zu Werke geht. Er wird uns vor allem mit körperlicher Präsenz und im Rebounding helfen sowie Robin Jorch am Brett entlasten“, so Günschel weiter. Zudem könne Reservecenter Lukas Weibel nun endlich seine zu Saisonbeginn erlittene Adduktorenzerrung auskurieren. Drägert kenne einige seiner Mitspieler aus vergangenen Tagen, was seine Integration in Team erleichtern wird, ist sich RSV-Coach Günschel zudem sicher. Seinen ersten Einsatz wird Drägert voraussichtlich am Samstag bei den Otto Baskets Magdeburg (20.30 Uhr, Hermann-Gieseler-Sporthalle) haben, letztjährige basketballerische Heimat des RSV-Neuzugangs und Absteiger aus der ProA. Der RSV ist zuversichtlich, die Spielberechtigung für Drägert, der am gestrigen Mittwoch in Stahnsdorf ankam, rechtzeitig zu erhalten.

Für die RSV-Basketballer geht es am Samstagnachmittag auf die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison. Gut 130 Kilometer weit gen Westen führt die Fahrt in die Elbstadt Magdeburg. Bei den Otto Baskets handelt es sich um eine defensiv gute, aber derzeit heimschwache Mannschaft (ein Sieg aus vier Partien), deren Tabellenplatz laut Günschel nicht die wahre Qualität der Truppe um Trainer Dimitris Polychroniadis widerspiegelt. Vier der fünf Saisonniederlagen erlitten sie mit einer Differenz von fünf und weniger Punkten.

Mit dem BBL-erfahrenen Joseph Buck (10 Punkte und 6,1 Rebounds pro Spiel) und Chris Frazier (13,6 PpS) haben die Otto Baskets zwei gefährliche Deutsch-Amerikaner im Kader. Auch Steven Monse (9,3 PpS und 6,8 RpS) und der kürzlich nachverpflichtete Joel Mondo haben bereits BBL-Luft geschnuppert. Außerdem sei US-Amerikaner Andre Gillette „ein sehr athletischer Innenspieler, der gut unter den Körben arbeitet“, sagt Günschel. Der Power Forward aus New Jersey ist mit 15,5 Punkten und 7,3 Rebounds der statistisch beste Magdeburger der laufenden ProB-Saison.