NBBL | Braves können die Dragons nicht stoppen

Die Verlegung des Hauptstadtderbys bescherte am Wochenende den Berlin Braves Baskets das zweite Heimspiel in Folge – diesmal gegen das ambitionierte Team der Young Rasta Dragons aus Vechta, das gleich auf drei Nationalspieler zählen kann.

Wie schwierig die Aufgabe für unsere Jungs ist, verrät ein schneller Blick auf die Ergebnisse der letzten Wochen: Nach dem Ausrutscher in Paderborn hat der NBBL-Vizemeister zunächst den amtierenden Meister niedergerungen und dann die Giants Düsseldorf mit 102:55 geschlagen. Bewertung des Gegners also: Fünf Sterne.

Die Berlin Braves Baskets gehen hingegen erneut verletzungsgeplagt ins Spiel und melden sich mit nur elf Spielern an. Kampfgeist und Aufmerksamkeit in der Defensive sind gefragt, um die Aufgabe so lange wie möglich zu bestehen. Dies gelingt den Berlinern vor allem im ersten Viertel, dann macht sich der breitere Kader der Dragons bemerkbar. Am Ende spricht die Anzeigetafel eine deutliche Sprache (61:101).

Braves-Anfang vielversprechend

Die ersten acht Minuten sind vielversprechend, denn die Berlin Braves Baskets halten sich an der Devise und lassen sich von den Dragons nicht erschrecken (14:16, Minute 8). Vor allem Ben Defty nimmt den Kampf an und glänzt mit 10 Punkten im ersten Viertel.

Anschließend wird allerdings die individuelle Stärke der Dragons offensichtlich – gepaart mit dem körperlichen Vorteil. Immer wieder sind unsere Jungs im 1v1 eigentlich gut davor, werden dennoch immer wieder overpowered. Vechta schließt das erste Viertel mit einem 0:9-Run und legt damit den Grundstein für den Auswärtssieg. Dieser kommt schnell näher, als die Gäste zum Auftakt des zweiten Abschnitts mehrere Dreier in Folge treffen und sich einen guten Puffer erarbeiten (18:33 Minute 14, dann 24:47 zur Halbzeit).


Braves gewinnen 3. Viertel

Nach der Pause zeigen sich die Berlin Braves Baskets wieder von ihrer besten Seite und trotz des Rückstands kämpfen um jeden Ball, sodass sie am Ende das dritte Viertel für sich entscheiden können (22:20). Das ist ein kleiner Trost für die Truppe, die im letzten Viertel ordentlich rotiert (alle Spieler bekommen am Ende über zehn Minuten Spielzeit), während die Dragons davonziehen und am Ende die Partie mit 61:101 gewinnen.

Bester Spieler ist Ben Defty mit 20 Punkten und 6 Rebounds.

Wortlaut Headcoach Joey Ney

„Auch wenn wir heute eine deutliche Niederlage einstecken müssen, war im Spiel gegen einen starken Gegner nicht alles schlecht. Wir haben lange Minuten mitgehalten und gut gekämpft. In 2 Wochen geht es gegen den nächsten Titelkandidaten von Alba Berlin. Bis dahin gilt es gesunder zu werden, stärker zu werden und weiter als Team zusammen zu finden.“

Autor: Antonio Manco (DBV)