Auswärtsniederlage an der Elbe

22. November 2014 von Stephan Reitzig in Allgemein, Herren 1, Zweite Basketball-Bundesliga

RSV verliert mit 67:80 in Magdeburg – Kellen Williams kehrt vorerst in die USA zurück

Der RSV Eintracht Teltow/Stahnsdorf/Kleinmachnow 1949 (RSV) hat am 11. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord eine Auswärtsniederlage bei den Otto Baskets Magdeburg erlitten. Mit dem 67:80 (32:41) kommt Peter Günschels Team nun auf eine Bilanz von fünf Siegen bei sechs Niederlagen und findet sich punktgleich mit Magdeburg, Recklinghausen und Bochum auf dem neunten Tabellenrang wieder, wobei die Bochumer am morgigen Sonntag noch eine Partie nachzuholen haben.

Mit Neuzugang Nico Drägert und dem nach schwerer Kapselverletzung wiedergenesenen Dmitrij Hasenkampf in der Zwölfer-Aufstellung ging der RSV in die Partie. Lediglich David Herwig fehlte weiterhin mit lädiertem Sprunggelenk. Drägert hatte bereits nach zweieinhalb Minuten die Möglichkeit, sich zu beweisen, denn Robin Jorch kassierte in dieser kurzen Zeit zwei Fouls und musste fortan längere Zeit auf der Bank schmoren, als ihm lieb war. Der U20-Nationalspieler kam am Ende nur auf knapp 21 Minuten Spielzeit.

Zu Beginn drehten die Magdeburger gewaltig auf und schufen sich dank dreier erfolgreicher Dreipunktwürfe von Chris Frazier sowie einer starken Vorstellung von Steven Monse ein leichtes Punktepolster, von dem sie während des gesamten Spiels erfolgreich zehren konnten. 11:24 stand es nach zehn gespielten Minuten aus RSV-Sicht. Magdeburg traf mit 57 Prozent zu diesem Zeitpunkt doppelt so gut aus dem Feld wie die Eintracht. Erwähnenswert waren bei der Eintracht noch am ehesten Nico Drägerts erste Punkte – sie fielen in der siebten Spielminute (zum 8:15).

Das zweite Viertel war aus RSV-Sicht das des Colin Craven. Drei Würfe von jenseits der 6,75-Meter-Markierung trafen ihr Ziel. Leider halfen diese Würfe nicht, das dicke Brett vom Vorabschnitt durchzubohren. Magdeburg konterte geschickt durch Frazier und Gillette und schaffte es dadurch, den Vorsprung konstant knapp zweistellig zu halten. Mit 31:42 ging es für die Brandenburger Gäste in die Halbzeit.

Auch im dritten Viertel waren sich beide Mannschaften annähernd ebenbürtig, sodass es mit 50:65 in den Schlußabschnitt ging, Dort keimte beim Stand von 59:67 in der 33. Minute letztmals Hoffnung auf eine Auswärtsüberraschung auf. Zuvor hatten Niko Schumann und Thomas Schoeps gemeinsam drei Dreier eingestreut. Die Magdeburger wankten, fielen aber nicht, und siegten dank des durch den RSV verkorksten ersten Viertels letztlich verdient. Besonders der statistische Vergleich in zwei Kernkategorien zeigt die Unterlegenheit des RSV am heutigen Samstagabend: Die Eintracht brauchte für ihre 26 Treffer aus dem Feld 67 Wurfversuche (39 Prozent), Magdeburg seinerseits für 29 Treffer nur 48 Versuche (60 Prozent). Auch das Reboundduell ging mit 36:20 deutlich verloren. Bei der Eintracht punkteten mit Travis Smith, Kellen Williams und Colin Craven drei Spieler zweistellig, bei den Anhaltinern schafften das mit Frazier (26), Gillette (21) und Monse (15) ebenfalls drei Spieler.

Vor dem ersten von zwei spielfreien Spieltagen in der laufenden Saison, der dem RSV am ersten Dezember-Wochenende ein wenig Luft zum Durchschnaufen geben wird, bereitet sich die Eintracht auf das letzte Hinrundenspiel beim VfL AstroStars Bochum vor. Am kommenden Wochenende (29. November, 19 Uhr) kommt es im Ruhrgebiet zu einem Wiedersehen mit Center Michael Haucke. Nicht mehr dabei sein wird dann Kellen Williams, denn auf den US-Amerikaner muss unser Verein in den kommenden Wochen verzichten. Er hatte darum gebeten, vorübergehend in seine Heimat zurückkehren zu dürfen, um dort wichtige familiäre Angelegenheiten klären zu können. Die RSV-Verantwortlichen entsprachen diesem Wunsch. „Wir lassen Kellen alle Türen für eine Rückkehr offen und hoffen, dass er im Januar wieder an Bord ist“, sagt Vereinspräsident Michael Grunwaldt.

Punkteverteilung RSV: Smith (15), Williams (14), Craven (13), Schumann (9), Schoeps (8), Drägert (5), Jorch (3), Genz, Grüttner Bacoul, Gutsche, Hasenkampf, Weibel