Aufholjagd gegen Magdeburg nicht belohnt

Aufholjagd gegen Magdeburg nicht belohnt

22. Dezember 2014 von Stephan Reitzig in Allgemein, Herren 1, Zweite Basketball-Bundesliga

77:78-Niederlage gegen Otto Baskets / RSV verbringt Weihnachtspause am Tabellenende (Foto:tobehn@web.de)

Der RSV Eintracht Stahnsdorf/Teltow/Kleinmachnow 1949 bleibt während der zweiwöchigen Weihnachtspause auf dem letzten Tabellenplatz der 2. Basketball-Basketball-Bundesliga ProB Nord. Die Mannschaft von Peter Günschel verlor am 15. Spieltag unglücklich vor 425 Zuschauern in der BBIS-Sporthalle gegen die Otto Baskets Magdeburg mit 77:78 (29:41) und liegt mit zehn Punkten auf Rang 13 der Tabelle.
Magdeburg agierte in der ersten Halbzeit stark und nach Angaben ihres Trainers Dimitris Polychroniadis „nach Plan“. Wie dieser aussah, war bereits nach nicht einmal 20 Sekunden zu sehen. US-Flügelspieler Andre Gillette zog in die Zone und war von Nico Drägert nur durch Foul zu stoppen. Diese Entwicklung zog sich wie ein roter Faden durch die ersten 20 Minuten. „Wir haben gerade im ersten Viertel viele unnötige Fouls und Fehler gemacht, die uns später sehr weh taten“, konstatierte RSV-Trainer Günschel. Besonders Steven Monse war es, der die Eintracht vor nahezu unlösbare Probleme stellte. Mit 32 Punkten und zehn Rebounds war er am vierten Adventssonntag mit Abstand bester Gästespieler.
Auch RSV-Neuzugang Tyler Hines kam aufgrund der Foulprobleme seiner Mitspieler zu einem schnellen Einsatz von der Bank, geriet aber bald selbst in den Foulstrudel. Der 24-Jährige agierte bei seinem Heimdebüt motiviert, aber unglücklich. Hines traf nur fünf seiner insgesamt 18 Versuche aus dem Feld, ließ mit elf Punkten und neun Rebounds in 25 Minuten Spielzeit aber dennoch sein Können erneut aufblitzen.
In der Halbzeitpause traf Günschel offenbar den richtigen Ton. Die Eintracht kam wie verwandelt aus der Kabine, stellte den Gegner mit wechselnden Verteidigungsvarianten vor Probleme und traf nun selbst ein ums andere Mal auch von draußen. In einer engen Schlussphase mit vielen Stop-the-clock-Fouls auf beiden Seiten behielten die Magdeburger die Oberhand, zumal die Freiwurfquote der Eintracht zu wünschen übrig ließ (57 %). Eine erwähnenswert gute Leistung bot Aufbauspieler Travis Smith (32 Punkte, sechs Assists, zwei Steals).
„Wir wussten, dass Peters Mannschaft etwas stärker aus der Kabine kommen würde. Am Ende war es ein Spiel der Freiwürfe, mal hier, mal dort. Wir sind froh, dass wir hier zwei Punkte stehlen konnten“, resümierte Gästetrainer Polychroniadis in der anschließenden Pressekonferenz.
„Aufgrund der besseren ersten Halbzeit hat Magdeburg verdient gewonnen. Meinem Team kann ich dennoch eine anständige Leistung bescheinigen“, sagte RSV-Coach Günschel nach der Partie.
Weiter geht es am 16. Spieltag, der am 3. Januar gespielt wird. Dann trifft die Eintracht im ersten Spiel des Kalenderjahres in der Ospa-Arena auf den Tabellenführer Rostock Seawolves, bevor am 11. Januar um 17.30 Uhr im ersten Heimspiel 2015 gleich der nächste Kracher wartet. Dann ist der Tabellenzweite Bochum zu Gast in Kleinmachnow.

Punktestatistik RSV: Smith (32), Herwig (12), Hines (11), Schumann (8), Jorch (5), Drägert (4), Grüttner Bacoul (3), Hasenkampf (2), Genz, Gutsche (dnp)