Doppelspieltagswochenende zum Jahresauftakt für RSV-Korbjäger

 Auf Brandenburg-Derby am Sonnabend folgt Löwenjagd am Sonntag

Der Jahresbeginn hat es in sich für die Basketballer des RSV Eintracht Teltow / Kleinmachnow / Stahnsdorf, denn der aktuelle Tabellenvierte der 2.Bundesliga Pro B startet gleich mit einem Doppelspieltagswochenende in die entscheidende Phase der regulären Saison. Zunächst steht dabei für die Mannen von Trainer Vladimir Pastushenko am Sonnabend um 19:00 Uhr das Lokalderby beim SSV Lok Bernau (Sporthalle Heinersdorfer Straße) an. Weniger als 24 Stunden später empfängt man dann am Sonntag zur gewohnten Antippzeit um 17:30 Uhr in der heimischen BBIS-Sporthalle auf dem Kleinmachnower Seeberg die Hertener Löwen. Gleichzeitig wird damit auch eine extrem komprimierte Endphase mit insgesamt neun Spielen innerhalb von nur fünf Wochen eingeleitet.

Der Auftakt in Bernau stellt fast schon traditionell so etwas wie die inoffiziellen Brandenburgischen Meisterschaften dar, welche sowohl auf dem Feld als auch auf den Rängen ausgetragen wird. „Wir hoffen natürlich, dass uns möglichst viele Fans nach Bernau begleiten und dort unterstützen.“, sagt Manager Daniel Fritzsche. Alle bisherigen drei Duelle in der Pro B konnte dabei der RSV Eintracht für sich entscheiden, wobei man im Hinspiel einen zwischenzeitlichen 17-Punkte-Rückstand letztlich noch in ein ungefährdetes 92:71 umwandeln konnte. Die Barnimer selbst hatten im Verlauf der Saison bisher große Probleme den richtigen Rhythmus zu finden, denn erst ein Sieg steht auf der Habenseite. Daher hat man personell nochmals reagiert und den ehemaligen RSV-Akteur Dennis Langer verpflichtet, der die erste Saisonhälfte beim Süddritten aus Sandersdorf unter Vertrag stand. Beim 77:97 am letzten Wochenende gegen Braunschweig gelangen Langer bei seinem Debüt zwei Punkte und vier Rebounds. Topscorer der Bernauer ist der im November nachverpflichtete US-Amerikaner Jermale Jones mit 19,3 Punkten pro Spiel. Sein Landsmann Martinis Woody (15,3 PpS), Sebastian Trczionka (13,0 PpS) und Dominique Klein (10,1 PpS) punkten ebenso im Schnitt zweistellig. Offensiv sind die Barnimer also gut aufgestellt, jedoch hat die Lok bis dato die schlechteste Verteidigung der Liga. So konnten die Gegner bisher im Schnitt 90,4 Punkte erzielen. Zum Vergleich: Die RSV-Defensive lässt bis dato durchschnittlich 83,6 gegnerische Punkte zu.

Mit den Hertener Löwen geht es dann am Folgetag gegen einen echten Dino der 2.Bundesliga. In den letzten Jahren gehörten die Westdeutschen immer zum Spitzenfeld der Pro B und waren sportlich vor zwei Jahren sogar in die Pro A aufgestiegen. Auch in dieser Saison spielt das Team von Coach Boris Kaminski wieder um die oberen Plätze mit, wobei der aktuelle siebte Tabellenplatz etwas über die eigentliche Leistungsstärke hinwegtäuscht, denn man hat zwei Spiele weniger als die Konkurrenz bestritten und genau wie der RSV erst sechs Niederlagen. Auswärts zeigten sich die Löwen besonders stark bei sechs Siegen aus acht Spielen. Topscorer sind Joshua Taylor und Vincent Kittmann mit jeweils 15,8 Punkten pro Spiel. Der agile Center Christoph Hackenesch (13,6 PpS) sowie Aufbauspieler Maik Berger (10,5 PpS) tragen im Schnitt ebenfalls zweistellig bei. Ebenso wie der RSV Eintracht mit Akeem Bennett haben auch die Löwen über den Jahreswechsel kurz vor Ende der Wechselfrist noch einmal einen personellen Wechsel auf der Position des US-Playmakers vorgenommen. Zamal Nixon heißt der neue Spielmacher der Westdeutschen, der zuletzt an der renommierten Houston University in der NCAA Division I agierte und dort im Schnitt auf 10,3 Punkte und 4,7 Assists kam. Man darf also nicht nur gespannt sein, wie beide Mannschaften die Belastung eines Doppelspieltagswochenendes verkraften (Herten spielt am Sonnabend um 15:00 Uhr bei ALBA Berlin II), sondern auch wie gut die neuen Spieler nach der kurzen Zeit schon integriert sind. Zudem hofft die Eintracht auch auf die Rückkehr von Center Michael Haucke, der sich am 2.Spieltag schwer am Knie verletzt hatte und zuletzt wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war. „Man muss geduldig sein mit ihm. Nach so langer Pause hat er ja erstmal ohne Kontakte angefangen zu trainieren und war zudem auch noch erkältet.“, bremst RSV-Trainer Vladimir Pastushenko die Optimisten.

Gewinnspiel rote Eon edis-Couch und Halbzeit-Showact

Für die Zuschauer wird es dabei während der Halbzeitpause noch einen zusätzlichen Programmpunkt geben, wenn Dean Dawson seinen thematisch perfekt passenden Titel „I love this game“ präsentieren wird. Dawson wurde in den 90er-Jahren durch die Rap-Gruppe Spezializtz bekannt und bestreitet wie sein ehemaliger Partner Harris seit ein paar Jahren bereits Soloprojekte. Anschließend wird dann die Gruppenauslosung für die 14 gemeldeten Teams des MBS Sponsoren-Cups stattfinden, welcher am 21.Januar ab 10:00 Uhr in der BBIS-Halle beginnt. Basketball-Fan Dawson lässt es sich dabei im Übrigen nicht nehmen selbst als Aktiver am MBS Sponsoren-Cup teilzunehmen. Wer beim Herten-Spiel ganz nah am Spielfeldrand auf der roten Eon edis-Couch dabei sein möchte, der sollte die richtige Antwort auf folgende Frage per Mail an service@rsv-basketball.de schicken: „Welchen Tabellenplatz muss der RSV Eintracht zum Ende der regulären Saison mindestens erreichen, um sich für die Meisterschafts-Playoffs zu qualifizieren?“ Einsendeschluss ist Sonnabend um 14:00 Uhr. Der Gewinner wird per Mail benachrichtigt.

Marcus Boljahn

Pressesprecher RSV Eintracht